VIOLETTA ELISA SELIGER & RURI MATSUMOTO - lines in space

Vernissage 27. Februar 2026

Ausstellungsdauer 28. Februar bis 18. April 2026

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Galerie,

zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Ihnen zwei neue Künstlerinnen vorstellen, die in der Auswahl des Materials, mit dem sie arbeiten, durchaus unterschiedlich sind, im Ergebnis aber doch Vieles gemeinsam haben.
Wir freuen uns, dass Ruri Matsumoto für diese Ausstellung zugesagt hat. Ruri Matsumoto wurde 1981 in Tokio geboren. Sie studierte in Tokyo an der National Universität für Bildende Kunst und Musik sowie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Markus Lüpertz und Herbert Brandl und war Meisterschülerin der renommierten Künstlerin Katharina Grosse.
Sie produziert dreidimensionale Räume mit Hilfe linearer Strukturen. Sie bemalt die Leinwand mit horizontalen oder vertikalen Farbbahnen und versieht diese anschließend mit Klebebändern, die dann wiederum abgetragen werden – hierbei hinterlassen sie Spuren, Nasen, Brüche und Fragmente. Sie kommen Durchblicken nahe, die Farbschichten sind deutlich hintereinander gestaffelt, so dass es ein vorn und hinten gibt, oftmals einen Durchblich in die Tiefe des Raums. Es entstehen optische Strukturen mit räumlicher Wirkung.
Ebenso freuen wir uns, dass wir Violetta Elisa Seliger in dieser Ausstellung präsentieren können. Violetta Seliger wurde 1980 in Düsseldorf geboren. Von 2002 bis 2006 durchlief sie Goldschmiedeausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Ihre Kleinskulpturen basieren auf flächigen Metallplatten, die sie zu dreidimensionalen Formen modelliert, mit händisch ausgesägten Streifen, die sie auskragen lässt, um offene Rundplastiken zu erschaffen. Handwerk und Skulptur sind in diesem Fall so wenig voneinander zu trennen wie Fläche und Raum. Fläche und Raum stehen nicht nebeneinander, die Fläche wird vielmehr bei Violetta Seeliger zum Raum.
Bei aller Unterschiedlichkeit aber vereint genau dies die beiden künstlerischen Ansätze dieser beiden Frauen, nämlich dass auf unterschiedliche Weise Fläche zum Raum wird.
Mit diesen beiden Künstlerinnen verändert sich die Galerie. Sie wird jünger und sie bekommt ein ausgewogeneres Verhältnis der Geschlechter. Beides, so glauben wir, tut der Galerie gut und lässt Sie mehr in die Zukunft blicken. Und beide passen ganz wunderbar in das Thema der Galerie: Die dritte Dimension in Malerei und Grafik, hier von beiden ganz neu interpretiert.
So freuen wir uns auf so unterschiedliche Positionen, auf eine ganz sicher spannende Ausstellung und natürlich auf Sie. Denn Sie sind natürlich an diesem besonderen Abend ganz herzlich in der Galerie willkommen.

Herzlichst
Ihre Jenny Geißler-Bentler und Bernd Bentler

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