Art Salon Zürich

Vernissage 22. Oktober 2026

Ausstellungsdauer 22. bis 25. Oktober 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde der Galerie,

Wir freuen uns sehr darüber, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir auf dem Art Salon Zürich auch in diesem Jahr zwei unserer wunderbaren Künstlerinnen und Künstler ausstellen werden.
Nämlich erstens Ruri Matsumoto, die 1981 in Tokio (Japan) geboren wurde und an der dortigen Hochschule für bildende Kunst und Musik und an der Kunstakademie in Düsseldorf studierte, wo sie Meisterschülerin von Katharina Grosse wurde. Und zweitens zeigen wir Arbeiten von Thomas Röthel. Dieser wurde 1969 in Ansbach (Mittelfranken/Deutschland) geboren und studierte nach einer vorherigen Ausbildung zum Holzbildhauer (1986-1989) an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Johannes P. Hölzinger (1992-1998). Seit 1998 ist er freischaffend tätig und beschäftigt sich seit 1995 mit dem Material Stahl.

Beide künstlerischen Positionen passen wunderbar zusammen und treten sehr schön in den Dialog, denn sie arbeiten beide mit dem Raum: Thomas Röthel mit seinen dynamischen, sich windenden Stahlskulpturen, in welchen es ihm gelingt, das Unerwartete und das Gegenteil des Vorhersehbaren aus dem tonnenschweren, harten Material Stahl zu kreieren. Er verleiht diesem durch Drehen, Stauchen und Strecken eine Leichtigkeit und Beschwingtheit, die an die Grenzen der Machbarkeit gehen. So ist auch die neu entstandene Werkserie der "Dynamik" verblüffend: Die zuerst parallel verlaufenden Stahlbänder beginnen zu leben, sie drehen sich umeinander, entfernen sich voneinander um sich dann wieder anzunähern, sie gehen parallele, gewundene Wege, um zum Schluss wieder harmonisch im Einklang und friedlich parallel zu verlaufen - als habe es die zuvor so unterschiedlichen Wege gar nicht gegeben. So entsteht eine lebendige Skulptur von hoher Symbolik, die außerordentlich gut in das Gesamtwerk von Thomas Röthel passt. In gewisser Weise kann man sagen, dass Thomas Röthel mit seinem Material spricht, aber er spricht auch durch den Stahl; Wo Worte aufhören, da werden komplexe Zusammenhänge in einer einzigen Bewegung des Stahls klar und transparent erkannt.

Ruri Matsumoto wiederum transponiert ursprünglich Räumliches in zweidimensionale Arbeiten:
"Die Serie von Linienbildern basiert auf einer Installation aus dem Jahr 2013, in der man einen aus Fäden bestehenden Raum begehen konnte. Beim Durchschreiten der Installation entstand die Illusion von vertikal und horizontal verlaufenden Fäden. Bei den zweidimensionalen Bildern verwandelten sich die Fäden in Linien und bildeten so einen vielschichtigen, farbigen Raum ab. Was auf den ersten Blick wie eine am Computer entworfene Grafik wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein hochkomplexes Geflecht aus rein malerischen Schichten, das durch bewusste Brüche und Abplatzungen Tiefe gewinnt.
Mehrere Farbräume, Licht Kontrastfarben, System und Zufall, Absichtliche Unvollkommenheiten und Risse, Ordnung und Chaos... Daran bin ich interessiert." (Ruri Matsumoto)

All dies werden Sie auf der Messe im Oktober bei uns entdecken können.
Wir jedenfalls freuen uns bereits jetzt sehr darauf, mit Ihnen über die einzigartigen und inspirierenden Arbeiten der beiden ins Gespräch kommen zu dürfen.

Besuchen Sie uns also sehr gerne an unserem Messestand!
Herzlichst
Ihre Jenny Geißler-Bentler und Bernd Bentler